Die Musical AG 25/26 zeigt ihr Können
„Endlich gibt es wieder eine Musical-AG, darauf habe ich mich schon so gefreut“.
Dieser Satz einer Schülerin ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben, als im vergangenen September klar war, dass es eine Musical-AG geben wird. Auch ich bin voller Vorfreude in dieses Projekt gestartet und hatte mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, welches Stück in diesem Jahr in Frage kommen könnte.
Mit einer Auswahl von ca. 15 Stücken, die eine Bandbreite von komisch, märchenhaft, lustig, ungewöhnlich, peppig und ernst abdeckte, begab ich mich Anfang Oktober in die – wie sich später herausstellte – Höhle der Löwen.
Ich stellte den 15 motivierten Schülerinnen meine ausgewählten Stücke vor, erläuterte meine Beweggründe für die Auswahl und hielt ein musikalisches Plädoyer. Sie hörten sich alles mehr oder weniger interessiert an, da merkte ich schon, dass dieses Jahr etwas anders war als sonst. Die Reaktion ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Auf meine Frage, ob denn eines der Stücke in Frage käme, kam folgende Antwort:
„Das ist ja alles gut und schön, Frau Weidler, auch, dass Sie sich die Mühe gemacht haben und die Stücke mitgebracht haben ist nett, aber wir wollen nichts davon machen“. Das hat gesessen und musste erstmal verdaut werden. Denn ich wusste, dass ich kein Ass im Ärmel hatte und ich weder im Internet noch in der Musikbibliothek ein anderes Stück finden werde.
Zu meiner Überraschung nahm das ganze eine Wendung, mit der ich zuletzt gerechnet hatte. Die Schülerinnen drehten den Spieß um und sagten: „also wir haben da mal was vorbereitet“. Meine Augen und Ohren wurden immer größer, denn die Schülerinnen waren der Überzeugung, dass sie in diesem Jahr ihr eigenes Stück schreiben möchten. Das war zwar nicht mein Plan, aber ich ließ mich darauf ein. Federführend im wahrsten Sinne des Wortes war Amelie Nißlein aus der 8. Klasse, die das Drehbuch und die Idee zu diesem Projekt „Frau Sommer in Weihnachtsstimmung“ lieferte. Von Anfang an ging sie überaus motiviert und überzeugend an das Projekt heran und steckte die anderen mit ihrer Begeisterung an.
Sicherlich gab es zwischendurch einmal Durststrecken und zähe Phasen. Doch am Ende entstand ein Projekt, das von Anfang bis zum Ende und inklusive Musik nur allein von Schülerinnen erstellt wurde, darauf könnt ihr wirklich stolz sein.