Abschlussschülerinnen auf Eingangstreppe mit Schulleiterin

Ein Band, das bleibt – Mädchenrealschule Abenberg verabschiedet ihren Abschlussjahrgang

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Stillakirche begann für die Absolventinnen der Realschule ein Tag voller Freude, Dankbarkeit und Emotionen. Gemeinsam mit Kaplan Wolfgang Hagner und der Lehrkraft Julia Bach hatten die Schülerinnen den Gottesdienst selbst vorbereitet und gestaltet. Unter dem selbst gewählten Abschlussmotto „Ein Band gewebt aus Freundschaft und Glauben“ wurde bereits dort deutlich, was die vergangenen sechs Schuljahre für den Jahrgang geprägt hatte: Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und ein gemeinsamer Weg. Passend dazu überreichten die Absolventinnen selbst gestaltete Armbänder. Sie sollen als Symbol dafür stehen, dass das Band der Freundschaft und des Glaubens auch über die Schulzeit hinaus bestehen bleibt.

Musikalisch begleitet zogen die jungen Frauen anschließend in die festlich geschmückte Turnhalle ein. Die Schulleiterin Doris Hengster begrüßte die Absolventinnen, ihre Familien sowie die zahlreichen Ehrengäste. Auch überbrachte sie die herzlichsten Glück- und Segenswünsche des Schulträgersvertreters Markus Moder zu Beginn der Feier. Ordinariatsrat Moder konnte aufgrund eines besonderen familiären Anlasses – sein Sohn feierte am selben Tag den Schulabschluss – nicht persönlich anwesend sein und ließ sich deshalb entschuldigen. Auch die Bürgermeisterin der Stadt Abenberg, Susanne König, sowie Landrat Ben Schwarz gratulierten den Schülerinnen in ihren Grußworten zum erfolgreichen Abschluss und würdigten deren Leistungen."

Das Abschlussmotto zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Feier – von der Gestaltung des Programmheftes über die Redebeiträge bis hin zu den persönlichen Abschiedsgeschenken der Schülerinnen. Für den festlichen musikalischen Rahmen sorgten die Klassen 6 bis 8 mit mehreren abwechslungsreichen Darbietungen. Die Abschlussfeier wurde von den Neuntklässlerinnen Luisa Fernengel und Juliane Moll sympathisch und souverän moderiert. Mit Charme und sicherem Gespür führten sie die Gäste durch das abwechslungsreiche Programm.

In ihrer Ansprache griff die Schulleitung das Bild eines Bandes auf, das in den vergangenen Jahren aus Freundschaft, Glauben, gemeinsamen Erfahrungen und gegenseitigem Vertrauen entstanden sei. Gleichzeitig würdigte sie die Leistungen des Abschlussjahrgangs und dankte allen, die die Schülerinnen auf ihrem Weg begleitet haben: den Eltern, Lehrkräften, Erzieherinnen sowie allen Mitarbeitenden der Schulgemeinschaft.

Einer der Höhepunkte der Feier war die Übergabe der Abschlusszeugnisse. Für ihre hervorragenden schulischen Leistungen wurden außerdem die Jahrgangsbesten ausgezeichnet. Mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,17 teilen sich Hösl Jana und Pfindel Miriam den ersten Platz. Es folgen Vogel Maya (1,58), Gillich Helena und Koch Elena (jeweils 1,75), Hübner Antonia (1,83) sowie Monatzetter Lena (1,92).

Dass Schule weit mehr ist als gute Noten, zeigte die Verleihung des Sparkassenförderpreises. Die mit insgesamt 150 Euro dotierte Auszeichnung ging zu gleichen Teilen an Annalena Nestmeier und Miriam Pfindel. Beide hatten sich während ihrer gesamten Schulzeit mit großem Einsatz in zahlreichen Bereichen des Schullebens engagiert und Verantwortung übernommen.

Auch zahlreiche weitere Schülerinnen und Personen wurden für ihren besonderen Einsatz geehrt – als Schulsanitäterinnen oder für schulisches wie auch für außerschulisches Engagement.

Persönliche Worte fanden Klassenleiter Jörg Steger, ebenso die langjährige Verbindungslehrkraft Nadine Matejka sowie der Elternbeiratsvorsitzende Maik Karlstedt. Sie blickten auf die gemeinsame Zeit zurück, würdigten die Entwicklung der Schülerinnen und gaben ihnen die besten Wünsche für ihren weiteren Lebensweg mit.

Ein weiterer bewegender Moment war die Verabschiedung von zehn Absolventinnen durch die Ganztagsbetreuung. Sie waren der Einrichtung seit der fünften Klasse treu geblieben und erhielten zum Abschied persönliche Geschenke – als Zeichen der langjährigen Verbundenheit.

Emotional wurde es auch bei den Reden der beiden Klassensprecherinnen Miriam Pfindel und Elena Koch. Mit viel Herz erinnerten sie an sechs Jahre voller gemeinsamer Erlebnisse, Herausforderungen, Freundschaften und unvergesslicher Momente. Mit herzlichen Dankesworten und kleinen Aufmerksamkeiten würdigten die Absolventinnen all jene, die sie während ihrer Schulzeit begleitet, gefördert und unterstützt haben.

Mit einem eigens produzierten Kurzfilm ließ die Abschlussklasse ihre gemeinsame Schulzeit noch einmal Revue passieren. Beim anschließenden gemeinsamen Auszug der Absolventinnen wurde deutlich, dass für viele nicht nur ein Schulabschnitt, sondern ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende gegangen war.

Beim abschließenden Buffet blieb schließlich Zeit für persönliche Gespräche, Erinnerungsfotos und viele gute Wünsche. So endete eine Abschlussfeier, die eindrucksvoll zeigte, dass die Realschule ihren Schülerinnen weit mehr mit auf den Weg gegeben hat als Zeugnisse – nämlich ein Band aus Freundschaft, Glauben und Gemeinschaft, das über die Schulzeit hinaustragen soll.

Bildmaterial Melanie Ermer, Text Petra Shaqiri